Hallo Hamburg! Stadt neu bauen - der Podcast

Transkript

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00:00:00: Die Stadt muss man mögen, man lebt enge aufeinander.

00:00:02: Es ist ja auch eine Entscheidung pro oder kontra.

00:00:05: aber viele Dinge die die Stadt stressig machen kommen vom Autoverkehr, vom Abstellen der Autos, vom Platzbedarf dieser Autos auch.

00:00:13: und wenn wir dann hingucken dass sich so ein Auto nur noch auf forty fünf Minuten am Tag bewegt dann denke ich es da nicht der Verlust von Mobilität sondern der Gewinn von Lebensqualität im Fokus.

00:00:29: Hallo und willkommen zu einer weiteren Folge unseres Podcasts hallo Hamburg statt Neubau.

00:00:34: Mein Name ist Sabine Debourg.

00:00:36: In unserem Podcast sprechen wir mit verschiedenen Persönlichkeiten über die Zukunft der Stadt, Überwohnen, Nachbarschaft, Diversität und den großen Herausforderungen unserer Zeit – heute mit dem großen Thema Mobilität!

00:00:48: Denn Mobilität ist mehr als die Frage, wie wir von A nach B kommen.

00:00:52: Sie entscheidet darüber, wie unsere Städte aussehen, wie gerecht sie sind und wie wir uns im Alltag bewegen können oder eben auch nicht.

00:00:59: Gerade in wachsenden Städten wie Hamburg wird deutlich – Die Art, wie Wir Mobilität planen, ist immer eine Frage von Raum, Lebensqualität und Teilhabe.

00:01:10: Wie können also Quartiere entstehen, in denen weniger Autos nicht Verzicht bedeuten sondern mehr Lebensqualität?

00:01:17: Und was braucht es, damit neue Mobilitätskonzepte nicht nur auf dem Papiergut funktionieren sondern auch im echten Leben?

00:01:25: Darüber spreche ich heute mit einer wichtigen Stimme in der Debatte um Mobilität und Stadt.

00:01:30: Mobilitäzexpertinnen, Autoren und Podcasterin.

00:01:34: herzlich willkommen Katja Diehl!

00:01:37: Danke für die Einladung!

00:01:38: Frau Diehl wenn Sie auf Städte schauen – Was sehen sie zuerst?

00:01:42: Verkehrsflächen, Architektur Menschenöffentliche Räume Machtverhältnisse….

00:01:47: Ist ihr Fokus?

00:01:48: Ja, das ist natürlich im Rahmen meiner Arbeit noch mal... Hat sich das verändert.

00:01:52: Also ich sehe ganz viele Möglichkeiten um es noch positiv auszudrücken.

00:01:56: aber natürlich interessieren mich so Fragen wie Barrierefreiheit, Wie bewegen sich da Kinder?

00:02:01: Bewegen sich überhaupt Kinder und Behinderte in den Räumen die ich sehe?

00:02:05: sind alle auf der Straße die dort leben oder sind bestimmte Menschen vielleicht nicht mobil?

00:02:10: Also so würde ich sagen ist vielleicht mein Blick.

00:02:12: Okay,

00:02:13: Ihr Zugang zur Stadt kommt stark über das Thema Mobilität?

00:02:17: Gab es eigentlich einen Moment in dem Sie gemerkt haben hier geht es viel mehr um die Organisation von Verkehrsflächen?

00:02:24: Ja, das ist ja die Frage, die wir in ganz Europa haben und auch in allen anderen Städten, die vor dem Auto entstanden sind.

00:02:33: Denn das sind meistens mittelalterliche Strukturen.

00:02:37: Das was wir heutzutage so großartig die fünfzehn Minuten statt nennen, da kommen wir eigentlich her.

00:02:43: Anders hätten sich damals die Städte gar nicht organisieren können.

00:02:46: Und dann gab es natürlich die Zeit nach den Weltkriegen den Wiederaufbau von Deutschland autogerechte Stadt.

00:02:52: Das muss ich den Menschen, die hier zuhören, glaube ich auch nicht erklären was da passiert ist und das ist auch etwas wo ich eine hohe Wertschätzung habe.

00:02:59: aber genau wie sie es ja in der Anmoderation schon gesagt haben man muss es immer überprüfen ist dieses systemische Denken für das Auto immer noch dass was wir brauchen in der Stadt?

00:03:09: oder sollten mir gerade auch im Rahmen der Klimakatastrophe die Resilienz der Stadt stärken indem wir das so ein bisschen zurückfahren?

00:03:17: Statt Gestaltung wird in unserer Disziplin ja sehr technisch diskutiert.

00:03:23: Sie argumentieren immer sehr menschlich, woher kommt dieser besondere Blick und was wird dabei ihre Meinung nach systematisch übersehen?

00:03:30: Also ich mag Menschen!

00:03:32: Und ich habe natürlich diese Frage jetzt nicht das erste Mal gestellt bekommen und hab aber auch selber so ein bisschen mal nachgehorcht.

00:03:39: Woher kommt das eigentlich?

00:03:41: dass ich das Thema auch nicht loslassen kann und es ist die Ungerechtigkeit.

00:03:45: also Vielleicht auch so ein bisschen in Kombination mit diesem.

00:03:50: früher gab's mal eine Königin, die gesagt hat angeblich dann sollen sie doch Kuchen essen.

00:03:55: Und in Deutschland hab ich manchmal das Gefühl es gibt die Haltung ja dann sollen Sie halt Auto fahren.

00:03:59: also ist einfach für mich der Mensch erst frei wenn er eine Wahl hat und das wäre zum Beispiel im Rahmen der Mobilität die Auswahl Auto oder Rad, Auto oder ÖPNV.

00:04:11: Also die Wertigkeit von Mobilität darf nicht davon abhängen dass man Führerschein und ein Auto hat.

00:04:17: Ich bin jetzt gerade im Emsland bei meinen pflegebedürftigen Eltern.

00:04:21: da sind das ganz andere Diskussionen die man führt aber wo man im Alter halt auch merkt wie sich das rechnen kann wenn man autoabhängig lebt und nicht mehr Autofahren kann.

00:04:30: also mein Antrieb ist die Ungerechtigkeit gegenüber Gruppen die nicht mobil sein können.

00:04:34: auch das können wir gerne noch mal vertief in den Begriff der Mobilitätsarmut.

00:04:38: Und natürlich will ich, weil ich in Hamburg lebe meiner eigene Stadt da auch zum Besseren verändern.

00:04:44: Das ist für mich kein erster Schritt von Technik sondern ein erster Schritt.

00:04:48: wer sitzt eigentlich an diesen Tischen der Macht die das alles so gestalten können?

00:04:53: haben wir wirklich alle Stimmen die sich melden können damit die Mobilität auch wirklich gerechtgestaltet wird?

00:05:00: Sie haben gerade den Unterschied zwischen Stadt und Land angesprochen.

00:05:04: Das liegt irgendwie auch auf der Hand in der Stadt, haben wir eigentlich die Wahl zwischen den unterschiedlichen Fortbewegungsmöglichkeiten?

00:05:11: Ich

00:05:11: lebe in Hamburg-Eimsbüttel also in dem am dichtesten besiedelten Stadtteil unserer Stadt Und ich nenne es manchmal liebevoll Bulli-Büttl weil sich in der Corona Zeit sehr viele so Wohnwagen, Wohnmobile, Bullis und ähnliches gekauft haben geließt haben.

00:05:27: Und das hat nochmal für mich, die ich ... kein Auto, aber ein Führerschein habe das Gefühl von Stadtraum verändert.

00:05:34: Weil ich wenn nicht auf dem Fahrrad sitze manchmal gar nichts mehr sehe.

00:05:37: es ist so wie durch Schrankwand gucken und wenn ich zu Fuß gehe dann ist es manchmal in einem Spüttel kann man nicht mehr zur zweiten nebeneinander gehen.

00:05:47: Kinder lernen da die Ameise die gehen zu zweit halten sich an den Händchen Und dann sagt die Erzieherperson vorne jetzt machen wir die Aameise und dann fädeln sie sich so auf wie auf einer Kette dass sie alleine gehen weil die Stellen zu eng sind, dass sie zu zweit nebeneinander gehen können.

00:06:02: Und das sind halt Dinge wo ich schon ein Gefühl habe, das hat nichts mit Lebensqualität zu tun sondern mit einer gewissen Verkehrserziehung gibt es ja auch das Wort und da würde ich schon gern den Raum wieder so etwas machen, wo wir uns gegenseitig begegnen, dass ja auch Demokratie stärkt.

00:06:21: Raum und Fläche ist auch eine gute Stichwort denn Hamburg ist ja eine wachsende Stadt Hamburg erweitert sich als Stadtstaat.

00:06:30: Es gibt diese Grenzen, da hört die Stadt auf und dann kommt die Peripherie oder die Angrenzenländer.

00:06:36: Das bedeutet für die Quartiersentwicklung der Raum ist begrenzt und das bedeutet es im Kontext von Mobilität unter anderem auch dass nicht mehr jede Wohnung einen eigenen Stellplatz bekommt und das berücksichtigen wir natürlich, wie er als Projektentwicklungsgesellschaft in unseren neuen Quartieren auch immer schon.

00:06:54: Also sowas gibt es einfach überhaupt nicht mehr.

00:06:57: also wir planen das ganz am Anfang.

00:07:00: und da ist die Frage welche drei Entscheidungen wenn wir so planen am Anfang bestimmen eigentlich hinterher das Mobilitätsverhalten.

00:07:09: Reicht es?

00:07:10: Wenn sagen, also wir verknappen die Stellplätze.

00:07:15: Ich würde manchmal, bevor Menschen sich entscheiden, Eigentum anzuschaffen oder sich niederzulassen, sie auch gerne fragen.

00:07:21: Ist es dir wichtiger ein Auto vor deiner Haustür stellen zu können?

00:07:24: Oder ist große Lebensqualität dir wichtig?

00:07:27: Und gerade dieser Impuls, den ich aus meinem eigenen Haus kenne, dass Menschen und Paare die dort Kinder bekommen haben dann ins Grüne gezogen sind wegen der Kinder.

00:07:37: Manchmal treffe ich die noch und sagen, Katja, ich muss viel an dich denken weil wir haben jetzt zwei Autos und die Zeit, die wir mit dem Schatteln der Kinder verbringen ist viel mehr geworden.

00:07:49: Weil wir vorher in einem Spüttel alles zu Fuß erledigen konnten.

00:07:51: also ich glaube das ist nicht die Frage brauche es diese Stellplatzverknappung?

00:07:56: ja nein sondern was ist eine moderne Stadt?

00:07:59: Also wir fahren ja ehrlich gesagt auch nicht im Urlaub da wo man gut parken kann sondern an Orte wie Venedig, die man gar nicht wahrnimmt als autofreie Stadt.

00:08:09: Sondern weil man das schön findet dass man da sitzt beim Café und die Leute beobachten kann.

00:08:14: Und ich glaube das ist manchmal diese Frage warum wollen wir nicht mehr Urlaub in der Stadt wiederherstellen?

00:08:20: Denn natürlich sind viele Probleme... Stadt muss man mögen, man lebt eng aufeinander.

00:08:25: Also das ist ja auch eine Entscheidung denke ich pro oder kontra.

00:08:28: aber viele Dinge die die Stadt stressig machen kommen vom Autoverkehr, vom abstellen der Autos, vom Platzbedarf dieser Autos auch.

00:08:37: und wenn wir dann hingucken dass sich so ein Auto nun auf forty fünf Minuten am Tag bewegt Die neueste Studiumobilität in Deutschland hat sogar herausgefunden dass viele Autos nur alle drei Tage bewegt werden Dann denke ich es da nicht der Verlust von Mobilität sondern der Gewinn von Lebensqualität im Fokus.

00:08:53: Aber der hört dann spätestens auf, wenn man für die... Also Sie haben gerade am Anfang Ihres Beitrags gesagt.

00:08:59: Man sollte die Leute fragen was ist Ihnen wichtiger ein Auto vor der Tür über da Lebensqualität?

00:09:04: Da würden sich natürlich alle für die Lebensqualitäten entscheiden.

00:09:07: aber ich glaube bei vielen bedeutet das auch dass sie eine Auto vor einer Tür haben.

00:09:12: also Da scheiden sich immer so ein bisschen die Geister.

00:09:15: Also wir erleben das ja in unserer Planung auch, sobald es darum geht der Rundeverkehr ist nicht mehr umsonst sondern wenn man das Auto abstellen will kostet das was weil er nimmt öffentlichen Raum in Anspruch.

00:09:28: Der muss hergestellt werden, der muss in Stand gehalten werden und so weiter.

00:09:31: Ich sehe das kritisch.

00:09:33: Das Problem was Sie da gerade ansprechen ist ja ein ganz wichtiges.

00:09:35: wir haben keine Kostentransparenz an der Universität Kassel.

00:09:39: den Professor Sommer hatte ich gerade bei mir im Podcast.

00:09:42: Er hat einen Kosttool entwickelt und da kann eine Kommune eine Stadt alles reinkippen an Mobilitätskosten Und natürlich kommt daraus dass das Auto Achtzig bis Neunzig Prozent der Mobilitäkskosten einer Kommune verursacht.

00:09:57: Aber sobald man eine Buslinie etabliert, soweit man irgendwie ein Fahrradweg etabliersen ist das Geschrei groß was das kostet und so weiter.

00:10:05: wir haben uns daran gewöhnt die Solidargemeinschaft Auto zu sein und ich würde uns gerne in die Solidaremeinschaft Mobilität führen und ich glaube auch dass hat mittlerweile bei jungen Leuten ne ganz andere Lässigkeit.

00:10:17: die machen immer noch den Führerschein aber kaufen sich nicht sofort wie in den siebziger-achzigern sofort auch ein Auto mit achtzehn Sondern die sagen, na ja hier bei mir gibt es mehrere Carsharing-Anbieter.

00:10:29: Ich kann mir vielleicht sogar auch Autos mit Freundinnen teilen.

00:10:32: Wir haben so ein Outlookkalender wo jeder reinschreibt wann er das benutzen möchte.

00:10:36: also ich glaube von dieser Generation können wir lernen dass Mobilität nicht bedeuten muss ich besitze einen Auto sondern ich habe Zugriff auf ein Auto und die autoarm Quartiere die ich da begleitet habe.

00:10:49: Das sind ja genau diese Versprechen, die gemacht werden.

00:10:52: Da gibt's meistens sogar einen ÖPNV Anschluss – das ist halt die Basis von allem!

00:10:56: Aber es gibt Car-Sharing, es gibt Lastenräder und auch da nicht jeder braucht ein Lastenrad in Besitz.

00:11:02: Das ist auch schön wenn man sich das einfach leihen kann für den Großeinkauf.

00:11:06: Da haben wir auch in Hamburg eine tolle Leiratsituation, dass in jedem Stadtteil auch ein Lastennrad steht.

00:11:11: Und da kann man mal ausprobieren wie die Dinge auch anders lösbar sind.

00:11:15: Welche autoahmen Quartiere haben Sie denn konkret begleitet?

00:11:19: Und was waren da die Stellschrauben, damit Autoarmes Leben nicht als Verzicht wahrgenommen wurde?

00:11:28: Das war vor allen Dingen Schäpppunkt Region Hannover.

00:11:30: Weil ich da auch Botschafterin ja war.

00:11:31: Das ist der Björn Hiss, der hat unter anderem ein Projekt von einer ehemaligen Zuckerfabrik und Auch ganz ehrlich, wir haben jetzt schon fünf Jahre Kontakt oder so.

00:11:42: Hat am Anfang auch ganz ehrlich gesagt es ist viel anstrengender.

00:11:45: also ich könnte viel einfacher alles machen wenn ich das so mache wie was immer gemacht habe.

00:11:49: da hat er glaube ich echt manche Dinge also dicke Bretter bohren müssen auch in der Politik und auch sowas mit dem Handel.

00:11:59: Das sind aber alles Menschen, die man überzeugen kann.

00:12:01: Ein Projekt hat er auch dann gelassen, weil es einfach mit der Politik vor Ort nicht machbar war.

00:12:07: Denn wenn man das halbherzig macht, dann funktioniert's ja nicht!

00:12:10: Also man muss das so planen, dass es auch stringent ist, ähnlich wie auch Paris an.

00:12:15: El Dalgo als Oberbürgermeisterin hatte auch keine Kompromisse gemacht.

00:12:19: Sobald ein Leserbrief kam und jetzt schwärmen alle, wie toll Paris geworden ist unter diesen zwei Amtszeiten Und ich glaube, das muss man halt auch ehrlich sagen.

00:12:28: Es ist nicht der leichtere Weg, den man da wählt wenn man viele Routinen infrage stellt gar nicht in dem Sinne dass es nicht andere Routien gäbe die genauso gut funktionieren.

00:12:38: aber wir Menschen lieben Routienen und da uns rauszuholen ist wirklich ja die Kühe und nicht nur die Pflicht.

00:12:46: Sagen Sie mal wie ist das Quartier in Hannover?

00:12:48: Was für eine Fabrik.

00:12:49: Also es ist eine Zuckerfabrik, wie das Quartier jetzt letztendlich heißt.

00:12:53: Weiß ich gar nicht!

00:12:54: Aber auf jeden Fall habe auch gerade mit Björn wieder für meine Academy.

00:12:59: Ein Interview geführt, wo er das nochmal auf den neuesten Stand gebracht hat.

00:13:02: Wie dass da jetzt läuft?

00:13:04: Es wird so sein, dass du an den Rändern von diesem Quartier diese ganzen Mobilitätsmöglichkeiten hast.

00:13:10: Du kannst auch wenn du Einkäufe hast vor die Tür fahren und einen ausladen aber in diesen Quartierselbst ist Autoverkehr nicht erwünscht.

00:13:20: also Lieferdienste und ähnliches Das sind ja immer die großen Fragen.

00:13:23: natürlich kommen hier rein Aber die Anwohnerinnen selber verpflichten sich, da nicht mit dem Auto zu fahren.

00:13:30: Damit die Kinder da auch wirklich sicher spielen können.

00:13:33: Das ist spannend!

00:13:34: Wir stehen in unseren Quartieren für ähnliche Fragestellungen.

00:13:37: Dann werde ich mir das Beispiel im Nachklang nochmal durchlesen.

00:13:40: Guter Tipp.

00:13:41: Danke dafür.

00:13:42: Sie kommen ja auch viel rum in unserer Republik immer mit diesem Blick auf Kommunen gemeinten Städte.

00:13:49: Sie sind sicherlich auch schon mal an Orten gewesen, wo sie dachten, wow hier ist Mobilität richtig perfekt gelöst.

00:13:56: Hier fühle ich mich wohl!

00:13:58: Ich kann mich orientieren und weiß wie man diese ganzen Mobilitätsangebote erreichen bedienen, Tickets kaufen kann.

00:14:06: Nichts ist kompliziert.

00:14:07: Wo war das denn?

00:14:08: Also ich habe vor zwei Jahren eine Interay-Tour gemacht mit meinem Faltrad Übrigens auch ein echter Game Changer, wenn man sich so was anschafft.

00:14:16: Weil man kann das mitnehmen in die ICE geklappt Da gilt es als Gepäckstück und da hat man sozusagen die letzte Meile hin und zurück zum Bahnhof schon gelöst.

00:14:25: Und auf dieser Interate Tour Habe ich natürlich die klassischen Städte auch Besuch, Kuppenhagen, Helsinki, Paris.

00:14:31: Die man schon so kennt.

00:14:32: aber ich war sehr positiv überrascht von Litauen und Lettland

00:14:35: usw.,

00:14:36: die ja eher für eine Digitalisierung stehen.

00:14:39: Und ich habe das Gefühl dass manche Länder vielleicht aufgrund der eigenen Entwicklung diese Autocentrierung überspringen können.

00:14:48: Und gleich, es ist ja ähnlich wie auch bei den Digitalprojekten.

00:14:52: Also Estland ist ja das Digitalland schlechthin und das liegt unter anderem natürlich auch daran dass sie ein armes Land waren was sich diese Riesenapparate gar nicht aufbauen konnte.

00:15:03: die hatten vorher so eine Analyse gefahren dass sie genug Parkplätze unterirdisch haben für die Autos die in der Stadt sich bewegen Und haben dann festgestellt, wir brauchen das Parken an den Hauptstraßen rechts und links eigentlich gar nicht.

00:15:15: Indem wir halt für Anwohner die Tarife billiger machen als für Menschen, die als Touristin dahinkommen, haben wir auch ein attraktives Angebot preislich.

00:15:23: Dann haben sie in der Sommerpause einfach diese Abstellsituation für Autos umgewittmet in Fahrradspuren Und da fuhr man wie Göttin in Frankreich auf Asphalt, der rotgepinselt war und abgepollert.

00:15:36: Also man konnte sich auch überholen wenn man mal einen langsameren Fahrer vor sich hatte auf dem Rad also eine sehr fehlerverzeihende Infrastruktur und natürlich ist das auch etwas was einlädt damit im Rad zu fahren.

00:15:49: Die Fahrradzahlen sind dort auch dementsprechend nachweisbar gestiegen weil die Menschen sich sicher gefühlt haben und wussten Wenn ich da das Rad benutze dann bin ich nicht zwischen den Autos.

00:16:01: Ja, ich fand das auch gut.

00:16:02: Ich war mal in Tallinn und was ist da bemerkenswert?

00:16:06: Man konnte überall einsteigen hatte kein Ticket hat einmal sein Handy vor die Automaten gehalten und irgendwann addierte sich jede Karte denn zu einem Tagesticket und dann war Schluss Und man konnte einfach so weit.

00:16:18: es fand nicht irgendwie so einfach.

00:16:19: also sowas zum Beispiel gibt's in Italien übrigens auch aber bei uns in den Bussen habe ich das noch nicht gesehen.

00:16:25: Das ist natürlich bei uns auch etwas schwieriger umzusetzen, weil wir diese ganzen Verkehrsverbünde haben.

00:16:30: Wir haben das Deutschlandticket als erste Flatradier bekommen – als Konter damals zum Tankrabatt.

00:16:35: Aber auch das Deutschland-Ticket ist in jedem Bundesland anders ausgestaltet.

00:16:40: Auch dass es nicht so einheitlich ist immer noch ein Riesenerfolg!

00:16:44: Und es nimmt vor allem Geld aus den Kassen der Kommunen natürlich, weil die ja zur Hälfte dieses eigentlich nicht geplantete Ticket mit bezahlen müssen.

00:16:51: Das merken wir in manchen Kommunen das da leider der letzte Bus dann eingespart wird.

00:16:55: Der ausgerechneter Bus ist mit dem er noch ins Kino kam und zurückfahren konnte wenn man auf einem Dorf lebt.

00:17:00: Ja, das stimmt!

00:17:02: Wir sind Mitte der Phase wo wir diese Quartiere umsetzen.

00:17:05: Wir kommen jetzt auch schon in die Umsetzung aber zwischen guten Konzepten Umsetzung der Quartiere sind immer viele Jahre.

00:17:15: Es ist ein langer Weg, den wir gehen und zwischendurch kann es auch mal passieren dass Konzepte scheitern oder nicht mehr so ideal typisch weiter verfolgt werden wie sie ganz am Anfang gedacht worden sind.

00:17:28: Also es gibt immer irgendwelche Themen, die aufkommen Bedarfsträger melden, irgendwelchen Bedenken ab und schon versucht man das irgendwie abzuwägen und dann startet man ganz innovativ.

00:17:39: am Anfang kommt aber hinten so ein bisschen schwach auf der Brust raus.

00:17:43: Woran liegt es eigentlich dass man in dieser langen Zeit die wirklich guten Konzepte nicht mehr so umsetzen kann?

00:17:51: Ja weil ich mir das Gefühl da ist das immer der Grund, warum ich das zweite Buch geschrieben habe.

00:17:58: Es hat immer mit Menschen zu

00:17:59: tun.".

00:18:00: Also ich hab das erste Buch hergeschrieben um den Perspektivwechsel einzuleiten.

00:18:04: wer kann überhaupt Autofahren in Deutschland und wer ist davon ausgeschlossen?

00:18:08: Und wie haben wir auch die Systeme der Alternativen ja ehrlich gesagt kaputt gemacht?

00:18:12: also der Zustand der deutschen Bahn... Immer wenn ich nach Österreich komme oder in die Schweiz schäme mich nicht fremd!

00:18:19: Ich war jetzt endlich Das ist ein bisschen sarkastisch, aber endlich mal auch in einem der ICEs von Deutschland die nicht mehr in die Schweiz reinfahren durften gegen dreizehn Minuten Verspätung.

00:18:28: Weil in der Schweiz das ja ganz streng... Also da zahlen die Ja.

00:18:32: Der steht dann und muss wieder zurück oder wie?

00:18:35: Fährt wieder zurück?

00:18:36: genau!

00:18:36: Das

00:18:36: glaube ich nicht.

00:18:37: Und die Schweiz hält Ersatzzüge vor, die dann direkt einsteigen könnten.

00:18:42: Der Zustand der Bahn über den sich alle so hervorragend aufregen können, dass es politisch gewollt.

00:18:47: also das ist ja nichts was sein müsste Und ich habe das Gefühl, wenn man da Menschen hat – und das ist in Österreich-Schweiz der Fall – sowohl ein bisschen national stolz.

00:18:58: Gerade auch in der Schweiz ist es sehr bei der Bahn, dass sie sehr stolz darauf sind, dass die überall zitiert werden als Schweizer Urwerk auf den Bahnen aber auch Politikerinnen, die begriffen haben, dass man die Menschen nur freimacht was wir eben schon hatten, wenn eine gute Bahn vorrätig hat.

00:19:14: Das sind halt Dinge, wo ich gemerkt habe auch in den Interviews mit den Menschen die diese autofreien Konzepte in Städten wie Gent oder so durchgesetzt haben.

00:19:23: Natürlich wurden sie gehasst natürlich haben die Morddrohungen bekommen und es ist schlimm genug dass sich sagen muss natürlich weil die Menschen die Veränderung für das Richtige machen.

00:19:31: die werden ja nicht geliebt sondern das sind meistens sehr kontrovers umstrittene Persönlichkeiten.

00:19:37: aber die sind alle bei ihrem Kompass geblieben.

00:19:39: Die haben alle gesagt Ich bin nicht in der Politik, um wiedergewählt zu werden.

00:19:43: Sondern weil ich die Welt verändern möchte zum Besseren.

00:19:46: und wenn ich abgewählt werde, möchte ich so gehen, dass ich hohen Hauptes gehen kann, das ich es versucht

00:19:52: habe.".

00:19:53: Und manchmal hab' ich bei so längeren Projekten das Gefühl natürlich ist es menschlich, dass einmal da auch manchmal der Atem ausgeht aber dass es manchmal auch Kompromisse gibt, die dann gemacht werden, die der Sache aber nicht dienlich sind sondern großartige Konzepte verwässern.

00:20:09: Und dann ist am Ende vielleicht sogar ein Produkt, mit dem keiner zufrieden ist.

00:20:13: Das war ja diese sehr legendäre autofreie Friedrichsstraße in Berlin die wir einfach nicht gut gemacht.

00:20:20: und ich glaube wenn man da richtig investiert hätte das richtig zu einem supertollen Aufenthaltsort zu machen, dann hätte man auch andere überzeugt.

00:20:29: Ich war da, hab Touristinnen gesehen die haben Selfies in der Straße gemacht weil sie das so abgefahren fanden dass mitten in der Stadt eine Autofreihezone ist.

00:20:38: und ich glaube das ist manchmal das Projekt das lange läuft, dass sich dann auch Alarm läuft und dann macht man vielleicht hier ein Kompromiss und deren Kompromis und dann ist es am Ende gar nicht so schön wie man sich vorgestellt hat.

00:20:49: Ja das ist so Das sind einfach die langen Zeiträume.

00:20:52: Die politischen Konstellationen ändern sich, die Menschen ändern sich dann gibt es wieder andere Mehrheiten wird der Stellplatzschlüsse von zero Komma drei auf null Komma sechs hochgesetzt und steht man immer da.

00:21:04: Und muss versuchen, immer noch das Beste draus zu machen.

00:21:07: aber diese Mischung ist einfach für Projekte die so einen langen Zeitraum benötigen oft auch schwierig da den Anfang so innovativ der einmal gedacht wurde auch beizubehalten.

00:21:19: es ist leider so.

00:21:21: jetzt schauen wir mal wieder positiv in die Zukunft.

00:21:23: Wir stellen uns mal vor wie schaffen dass ein Auto armes Quartier, zu planen und zu bauen.

00:21:29: Welche drei Kennzahlen würden Sie dann in den ersten vierundzwanzig Monaten sich anschauen um zu sagen ja das ist richtig gut gelungen?

00:21:36: Worauf würden sie schauen?

00:21:38: also ich würde natürlich erst mal während alles noch so ist wie es ist eine Zufriedenheitsanalyse fahren um Vergleichbarkeit zu haben.

00:21:45: was geschieht eigentlich mit der Lebenszufriedenheit der Menschen wenn sich da etwas verändert?

00:21:50: auch abfragen ob man eventuell sogar Nachbarin von gegenüber kennt weil das macht auch keiner von uns, das man einfach hat.

00:21:57: gegenüber geht, weil da stehen ja zwei geparkte Autoschienen und es fahren Autos.

00:22:03: Und dann sagt der Kopf das viel zu gefährlich.

00:22:05: Jeder bleibt meistens auf der Seite der Straße, obwohl sie eigentlich Wohnstraßen sind.

00:22:09: Also da einfach abzufragen gibt es neue soziale Kontakte, gibt es mehr Schnack am Gartenzaun?

00:22:15: hat man einfach Menschen kennengelernt wo man gar nicht wusste dass die Nachbarin waren?

00:22:19: und wie fühlt sich das an?

00:22:20: Das wäre so ein Punkt.

00:22:21: Ein weiterer Punkt wär natürlich Wie verändert sich das sogenannte Model Split?

00:22:25: also wie sind die Leute dort unterwegs?

00:22:27: gibt es vielleicht sogar, weil man daran gedacht hat, Bänke auf denen sich Menschen aufhalten können.

00:22:32: Ist das vielleicht für Ältere sogar erst malig möglich?

00:22:36: Weil die Phase wo wir meistens zu Fuß laufen ist ja die als Kind.

00:22:39: und wenn wir alt sind, ist es für Menschen da möglich wie Alt sind dass sie auch wieder stattfinden können in ihrem Viertel, weil Sie halt einfach vor der Haustür schon Möglichkeiten haben Menschen zu treffen und nicht längere Wege antreten müssen.

00:22:52: Ja, und dann natürlich so Sachen wie Klimaresilienz.

00:22:54: Also konnte zum Beispiel entsiegelt werden kann das Wasser besser gespeichert werden ist der Raum kühler geworden ist die Luftqualität besser geworden.

00:23:03: also eher so Hard Facts.

00:23:06: Diese drei Themen habe ich mehr notiert.

00:23:09: Das finde ich auch logisch und eingängig.

00:23:12: Sie haben vorher schon mal den Blick auf andere europäische Städte geworfen haben Gent genannt.

00:23:18: es gibt ja aber auch immer was wir alle wissen Paris Barcelona Die werden ja immer gerne zitiert, die sind also schon in der Konsequenz der Umsetzung dieser Idee etwas weiter als wir in Deutschland.

00:23:31: Was glauben Sie?

00:23:32: Welche Faktoren waren dort ausschlaggebend um diesen konsequenten Umbau der Stadt zu organisieren?

00:23:39: Was war das?

00:23:41: Also bei den Niederländern ist es ja fast in einer DNA würde ich mal behaupten.

00:23:46: Das sind auch nicht nur die Städte sondern man kann da auch sonst sehr gut Fahrradfahren.

00:23:50: übrigens sind die genauso autoversessen wie wir.

00:23:53: Das ist immer, finde ich ganz interessant wenn man so Dinge hervorhebt also dass da ist Autofahren möglich und man tut es auch Und wenn wir ehrlich sind wird das im nachhinein ein bisschen romantisiert.

00:24:03: Es gab in den siebzigern die Kampagne stoppte Kindermord Stoppten-Kindermord Und das waren richtig radikale, an die Wurzel gehende Demos.

00:24:12: Ähnlich wie die letzte Generation und teilweise noch radikaler.

00:24:15: also da waren durchaus auch richtige Blockaden.

00:24:18: der haben sich Menschen auf die Straße gelegt um zu symbolisieren dass fünfhundert Kinder in dem Jahr gestorben waren.

00:24:25: Das ging auch von einer einzelnen Person aus einem Elternteil der eine Tochter verloren hatte.

00:24:30: Also das zeigt auch immer wieder es ist nicht unmöglich als Einzelperson sowas anzustiften.

00:24:35: Und was sie, glaube ich ganz geschickt gemacht haben ist jetzt nicht wir wollen bessere Radinfrastruktur.

00:24:41: Sondern wie wollen das unsere Kinder sicher sind?

00:24:43: Und der damalige Premierminister wurde von dieser Gruppe auch angesprochen als Vater und seiner Ehefrau als Mutter.

00:24:50: Und es wurde ja eigentlich da anders ... würde ich überhaupt nicht ... Also ich habe keine Kinder aber ich mag Kinder an das emotionalste eigentlich adressiert die Zukunft der Kinder dass sie sicher sind und sich sicher bewegen können.

00:25:05: Und ich glaube, diese

00:25:06: Wucht

00:25:07: der Überzeugung dass es falsch läuft hat die Politikerin dann auch überzeugt weil sie vielleicht durch das Adressieren nicht als Mensch der Politik sondern als was mache ich zu Hause.

00:25:17: Ich habe Kinder am Frühstückstisch übernehme mich dieser Verantwortung und das ist etwas wo ich immer noch denke dass wir ein bisschen in der Bewegung, die ja auch die Veränderungen für die Kinder möchte, vielleicht auch ein bisschen deutlicher werden könnten.

00:25:32: Weil leider wären immer die gehört, die am lautesten brüllen – das sind aktuell nicht die demokratischen Kräfte, sondern es sind andere.

00:25:39: und ich glaube da dürfen wir uns auch mehr Lautstärke gönnen denn wir stehen auf der richtigen Seite nämlich der für eine lebenswerte Zukunft von Kindern auch in der Stadt Hamburg.

00:25:50: Gut!

00:25:50: In Paris oder Barcelona?

00:25:52: Das war eine andere wahrscheinlich Motivation die Städte umzubauen als damals in den siebzig Jahren in Holland.

00:25:58: Da war eben diese Bürgermeisterin und Barcelona, weiß ich gar nicht wer da an der Speerspitze dieser Bewegung stand.

00:26:05: aber irgendwann gab es ja immer diesen Moment wo so dieser Schalter umgelegt wurde und der fehlt bei uns.

00:26:11: in dieser Konsequenz noch finde ich das habe ich noch nicht erlebt in Deutschland

00:26:16: Ja, und es braucht auch da die Geschwindigkeit der Umsetzung.

00:26:19: Annie Dalgo hat als Bürgermeisterin ein ganz klares Versprechen gegeben – ich gebe Paris den Menschen zurück, die da leben und nicht die da rein pendeln oder als Touristinnen kommen und sie hat an einem Wochenende dreißigtausend Parkplätze abgeschafft Und natürlich hat das einen riesen Wirbel gegeben, aber sie hat die Begrünts.

00:26:39: Sie hat jetzt zum Beispiel auch da wo meine Autobahn war an der Seine und am Fluss.

00:26:43: Da sind jetzt Strände... Der Lärm ist runtergegangen, die Luftbelastung ist untergegangen Es gibt andere Menschen, die touristisch dahin fahren als vorher Denn es war ja eine der lautesten Städte in Europa tatsächlich.

00:26:56: Und ich denke, das war ein ganz interessanter Punkt den Sie da ansprechen.

00:26:59: Da wird's bei den Männern jetzt wieder Augenrollen geben Aber es waren tatsächlich viele Frauen Bürgermeisterinnen, die diese Städte geprägt haben.

00:27:07: Also in Barcelona war das der Fall, in Wien war das Der Fall und ich glaube, dass hat nichts damit zu tun, dass Frauen besser sind sondern einfach anders auf Dinge schauen weil wir Kehrarbeit kennen und die Wege kennen, die dahinter stecken.

00:27:21: natürlich gibt's jetzt auch immer mehr Männer die diese Kehrarbeit übernehmen.

00:27:24: aber Kehr Arbeit bedeutet nicht von Zuhause zur Arbeit und zurück also diese klassische Automobilität wenn man ehrlich ist sondern sind halt Wegeketten mit den Kindern zu Kita, noch was einkaufen.

00:27:36: Vielleicht zur Arbeit dann noch den Menschen der Altes pflegen und ich glaube das ist etwas wo diese Städte darauf geachtet haben.

00:27:45: in Wien ist das Gender Mainstreaming seit den siebzigern glaub ich in der Planung auch verankert dass man diese Dinge mitdenkt und da geht es bis hin zur Spielplatzplanung weil weibliche Kinder und männliche Kinder sich anders annähern als sich dann Mädchen erst mal checken wollen, wie das so ist.

00:28:05: Wären die Jungs direkt drauf losstürmen und ich finde es total schön, weil ich der Letzte auch eine Führung in Wien zu dem Thema mitmachen durfte, wie diese neuen, oft genossenschaftlich übrigens gebauten Quartiere auf sowas von Anfang an achten.

00:28:18: Und es war wirklich im besten Sinne die Hölle los in den Grünflächen, weil die Kinder da halt wirklich ... Also sie haben Blickkontakt zur Mama auf einem Balkon sozusagen!

00:28:28: Aber können alleine da spielen, weil es einfach sicher ist.

00:28:31: Ja, das stimmt!

00:28:33: Werfen wir mal einen Blick nach Hamburg und schauen uns das Thema der Stadt an Parkplatzmoratoriums.

00:28:38: Das sagt Ihnen ja was?

00:28:40: Das ist jetzt unter dem rot-grünen Senat entschieden worden, dass man nicht mehr die Stellplätze zurückbauen muss sondern dass das geregelt sein muss.

00:28:49: Dass man auch schaut wie viele Stellplötze braucht.

00:28:53: Wie organisiert man das?

00:28:54: Wie finden Sie das System eigentlich?

00:28:56: Also, als ich das Wort gehört habe war ich sauer.

00:28:59: Ich ahne auch welche Partei da eher ein Geschenk an konservativere Kräfte gemacht hat und es ist für mich etwas wo ich glaube also ich kann das politisch alles immer nachvollziehen weil man andere Aushandlungsprozesse hat und die Wahlergebnisse waren ja dann auch nicht so eindeutig für das was am Ende in die Koalition gebildet hat.

00:29:19: aber der Signal ist gesetzt wichtig eigentlich, da eine gewisse Unbeirrbarkeit zu machen.

00:29:30: Wenn Parkplatz Moratorium als Sonnenwuchtiges Wort in die Öffentlichkeit erlangt dann braucht man ganz viele Sätze um das zu erklären dass die Veränderung trotzdem weitergehen wird.

00:29:39: und da hat man glaube ich kommunikativ entweder hat man Geschenke macht oder was falsch gemacht weil das Wort an sich bedeutet Stillstand.

00:29:46: also da kann man noch so viel erklären was man will dass es trotzdem weiter gehen wird was Anjestiaks ja auch betont, aber auch bei mir ist es so angekommen.

00:29:54: Was ist denn jetzt los?

00:29:55: Das sollen ja auch geplante Maßnahmen, die jetzt erstmal angehalten worden sind.

00:29:59: Auch das Anwohnerparken wurde aus Gründen in einem Spüttel mal angehalten – alles nachvollziehbar!

00:30:05: Aber immer und immer wieder wird auch da wieder auf Leute gehört, die laut brüllen Und die, die die Veränderung wollen sind manchmal die Leiseren.

00:30:15: Da bin ich auch unzufrieden mit unserer Stadt.

00:30:18: Ich weiß gar nicht, ob das bei sieben Sechzig Euro liegt im Jahr.

00:30:22: dieser Parkausweis?

00:30:24: Das ist ja mal nichts in Vergleich zum Kinderzimmer was in gleicher Größe zwölf Quadratmeter wahrscheinlich, ich weiß nicht, vierhundert Euro kostet im Monat.

00:30:33: und da ... Da ist der Grund, warum ich nie in der Politik bin!

00:30:38: Ja, das hat mich auch sehr überrascht weil Hamburg ja eigentlich auf einem guten Weg ist.

00:30:43: Also es passiert hier unheimlich viel mit dem Ausbau der Radwege muss man sich ja nur mal anschauen wie die Reeperbahn jetzt aussieht um die Alzer-die-Königstraße.

00:30:51: Man kann echt gut Fahrrad fahren im Vergleich zu früher auf jeden Fall.

00:30:56: und dann dieses Parkplatz.

00:30:57: Moratorium steht dann dagegen.

00:30:59: Das sind so Signale wo man denkt was denn eigentlich?

00:31:03: Was ist der Stadt jetzt wichtig?

00:31:04: Und da fehlt halt der Ansatz, dass wir trotzdem natürlich die Stadt umbauen.

00:31:09: Das muss man dann immer vier-fünfmal sagen.

00:31:12: Wo ich mal ganz nattisch hingucke, ist tatsächlich wie Hamburg geschafft hat sich so als Digitalstandort Gamer Standort also das war ja eine richtige Kampagne wo auch Firmen nach Hamburg geholt worden sind mit so einer Kampagne, dass man da so ein Nukleus aufbauen wollte.

00:31:27: und das ist etwas was mir genau wie ihnen auch fehlt.

00:31:30: es braucht kommunikative Kampanien die wirklich dann auch Priorität haben.

00:31:35: Und dann haben wir aber schnell den HVV, die Hochbahn und die Behörden... Also da müsste man sich eigentlich mal unter einem Dach vereinen im Rahmen der lebenswerten Stadt Hamburg.

00:31:47: Wir sind ja das Tor zu Welt!

00:31:49: Das klingt immer so alle wollen von uns aus weg.

00:31:52: Also eigentlich sind wir das Tor in die Welt, ich weiß es nicht wie man das umframen könnte.

00:31:57: Aber da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben was so kommunikative Kampagnen angeht.

00:32:03: Das stimmt!

00:32:04: Sie haben viele Projekte aber sie sprechen auch mit vielen Menschen, sie haben ja auch den eigenen wunderbaren Podcasts, die Drives Mobility bei mich auch die Überschrift oder der Name ihres Podcast interessiert und sie sprechen mit vielen werden ja auch viele eingeladen in Talkshows.

00:32:21: Das ist kein einfaches Thema, um Informationen emotionslos unter die Leute zu bringen da das ist ein Thema was ganz schnell auch mal eskaliert in die eine oder andere Richtung.

00:32:34: wie führt man eigentlich Mobilitätsdebatten so dass sich möglichst viele Menschen auch konstruktiv angesprochen fühlen und nicht gleich in die Eine oder in die andere Lager entweichen weil wir gelingt das?

00:32:48: Also

00:32:48: erstmal, die Grundbasis ist mein Gegenüber Will mit mir überhaupt sprechen.

00:32:55: Mein Gegenüber will überhaupt mal hinhören.

00:32:58: und was hat die Katja Deal eigentlich für Ideen?

00:33:01: Und da muss ich ganz ehrlich sagen bin ich ein bisschen desillusioniert weil ich tatsächlich mit allen aus der Nazis rede.

00:33:09: aber ganz viele wollen ja nicht mit mir reden.

00:33:12: Und da hilft mir eine Freundschaft mit Maren Urna, die ist ein Neurowissenschaftlerin.

00:33:17: Also sie macht Gehirnforschung und die sagt Katja ganz ehrlich das ist es ganz normal dass die nicht mit ihr sprechen wollen weil dann wenn wir miteinander reden also auch wir beide gerade wie verändern unsere Gehirne?

00:33:28: Weil wir ja Ideen vom Leben und wie auch immer von der jeweiligen Person mitnehmen ob wir wollen oder nicht.

00:33:35: Und ich war als Volker Wissing noch Verkehrsminister, da war ich dreimal auf Panels mit ihm geladen.

00:33:41: Er ist kein Mal gekommen und hat jedes mal kurzfristig abgesagt.

00:33:44: Da hat Maran mir gesagt der will gar nicht hören was du denkst, weil er hat vielleicht einen Punkt hat sie ja!

00:33:51: Die ist ja gar nicht so grell wie man in der Öffentlichkeit, die fährt selber Auto?

00:33:56: Ich dachte diese Autohasserin, so stand es doch in einer Bildseite Und ich glaube, das würde ich gerne voranschicken.

00:34:01: Dass es gar nicht so einfach ist wie alle immer glauben mit den Leuten zu sprechen die die Veränderung nicht wollen.

00:34:07: Ja, das glaube ich Ihnen aufs Wort!

00:34:12: Ich habe die Erfahrung gemacht... Also es gab mal eine Phase da hab' ich in der Kino gehalten und dann kamen immer Männer zu mir danach und haben mir erklärt warum sie aber Autos fahren müssen.

00:34:20: Und da habe ich gesagt wir sind hier nicht bei dem anonymem Auto benutztan.

00:34:23: also Es ist völlig in Ordnung dass ihr Ihr Auto also ich will das ja ihnen wegnehmen.

00:34:28: Durch den Vortrag haben sie doch jetzt kennengelernt, wie ungerecht dieses autozentrierte System ist.

00:34:32: Es wäre mir ehrlich gesagt lieb wenn Sie das mitnehmen in Ihre Bubbles und da einfach mal ein bisschen sensibilisieren dass wir halt wirklich in Deutschland Menschen haben die nicht mobil sein können.

00:34:42: Und ich glaube die Kunst ist tatsächlich im one-on-one.

00:34:46: also ich glaub da sind Leute ehrlicher und da frage ich immer was hast du denn als Angst?

00:34:52: warum wärst du sich dann so dagegen?

00:34:54: Da sind das ganz oft ganz spitze Ausnahmesituationen.

00:34:58: Also, Nia hat schon mal eine Dame gesagt, dass ihr Hund so krank ist und da will sie auf jeden Fall zum Tierarzt kommen und die lebt in Hamburg.

00:35:06: Und dann hab ich gesagt Taxi?

00:35:09: Und er hat sich gesagt oh mein Gott daran habe ich ja gar nicht gedacht.

00:35:13: Ja klar.

00:35:13: also man kann ja bei Taxi-Nummern anrufen wer nimmt Hunde mit?

00:35:17: das macht natürlich nicht jeder wegen Allergie und so.

00:35:20: aber Da ist sie nicht drauf gekommen.

00:35:22: Dann habe ich einen Menschen kennengelernt bei mir in der Straße.

00:35:24: Der hat so ein großen Volvo Der bewegt sich nie und den habe ich dann mal an.

00:35:31: Ich sehe immer, dass du in einem Auto irgendwie so rumhantierst.

00:35:34: Und da meinte er ganz ehrlich ja das ist hier billiger als ein Stellplatz mieten.

00:35:40: Und ich hab keinen Keller.

00:35:43: Also der hat einfach Sachen aufbewahrt!

00:35:45: Und das ist glaube ich wenn sich die Leute ehrlich machen in ganz vielen Dingen.

00:35:51: Also wir haben eine Mobilitätsgarantie, wenn das Auto vor der Tür steht.

00:35:54: Aber manchmal sind die Anwendungsfälle wirklich absurd und da sehe ich ehrlich gesagt in einem Spüttel auch nicht warum das bis zum Kragen zugepackt ist mit Geländewagen, mit Pickups ... Ich weiß nicht was da alles steht!

00:36:11: Das ist teilweise glaube ich wirklich weit so billig es

00:36:14: ja.

00:36:15: Kommen wir nochmal zu der Iber-Hamburg.

00:36:18: Also sie haben sich vielleicht schon mal mit unserer Gesellschaft auseinander gesetzt und wissen, was wir so machen?

00:36:24: Wir planen ja große Neubauquartiere Williamsburg Oberbillwerder Fischbekeräten.

00:36:29: alle bezeichnen oder planen wir Autoarm.

00:36:33: Und ich darf jetzt nicht sagen alle sind am Stadtrahmen aber eins liegt am Stadtrand und das ist Fisch Bekeräden Das liegt hier an einer Grenze zur Niedersachsen Und auch das wird Autoarm geplant.

00:36:45: Wenn Sie das

00:36:46: mal

00:36:46: im Vergleich zu Eimsbüttel setzen, ein Eimsbürtel würde man ja sagen du brauchst kein Auto setz dich in den Bus fahren macht dies mach das geht zu Fuß.

00:36:55: wie ist es in den Fischbeker-Räten?

00:36:57: da planen wir auch Autoarm.

00:36:58: aber was sind darf aus ihrer Sicht so die Faktoren die wirklich da sein müssen damit wir damit auch dieses Quartier nicht Menschen von Mobilität ausgrenzen oder trotzdem ein gutes Leben dort ermöglicht.

00:37:13: Was wären da?

00:37:15: Ich glaube, es ist sehr geschickt in dem Sinne dass sich die Mobilität von Menschen ja nicht einfach so ändert.

00:37:21: Meistens ist das einen Jobwechsel oder überhaupt der Eintritt an die Berufstätigkeit dann wenn die Kinder in die Familie kommen und man pensioniert wird.

00:37:29: Das sind immer Brüche in der Mobilität wo sich Dinge ändern.

00:37:33: Und ich glaube Wenn man einen Umzug plant und eine Situation vorfindet die einem das leichter macht, erst mal nur ein Auto mitzunehmen.

00:37:42: Weil das sehe ich hier im ländlichen Raum... Also das ist man ja schon plus eins, weil sie einen Sommercario haben oder so und das ist glaube ich schon gut wenn man das vor Ort man sich sicher fühlt dass man da mobil sein kann.

00:37:55: Ich würde meinen Blick immer dahin lenken welche Angebote machen wir für Menschen die nicht mehr so mobil sind teilweise auch vielleicht aufgrund von der Lungenerkrankung nicht an die Haltestelle kommen?

00:38:07: Und da habe ich, obwohl ich noch dem Sinne nicht Moja-Fan bin wie Sie jetzt fahren.

00:38:13: Aber so On-Niemand-Rufbus-Systeme barrierefrei und elektrisch sehe ich da zum Beispiel dass man die anbindet nach Bedarf.

00:38:21: Ich nutze manchmal Moja und wenn ich damit Menschen fahre dann sind das oft Menschen die den schwerbehinderten Ausweis zeigen weil dann können sie ja im Rahmen vom HVV System kostenfrei dieses Angebot nutzen Und ich glaube, das sind richtige Gamechanger.

00:38:38: Weil die nicht Linienbusse sind in riesigen Ausmaßen sondern sehr bedarfsgerecht erfahren können.

00:38:44: Sie haben vielleicht schon mal gehört, in Oberbelwerder planen wir die Mobilityhubs.

00:38:47: also der gesamtliche ruhende Verkehr wird in diesen Mobility Hubs zentral organisiert.

00:38:52: Die sind so mitten im Quartier.

00:38:54: wie finden sie das System aus ihrer Perspektive?

00:38:57: Also ich glaube das ist ganz, ganz wichtig.

00:39:00: die Auffindbarkeit.

00:39:03: Wir haben eben schon drüber gesprochen dass man manchmal vielleicht auch einfach nicht ÖPNV fährt weil man nicht weiß wie dieses Ticketsystem funktioniert dass es da so Swipe-Möglichkeiten gibt auf dem Handy, die es einem erleichtern.

00:39:14: Dass das System für uns sozusagen berechnet, welches Ticket ist das günstigste?

00:39:19: Und wenn man dann noch weiß, da steht alle Mobilität, die mir dieses Quartier bietet, dann ist das was ganz anderes als wenn das irgendwo verteilt steht.

00:39:29: und es ist ein kommunikativer Aspekt auch wieder, dass man sich darüber unterhält, dass Das ist für mich was ganz Wichtiges, dass die Leute, die dort hinziehen gar nicht erst in so eine Unsicherheit geraten.

00:39:42: Sondern wissen ich habe verbindlich hier die und die Dinge stehen und muss mir das nicht jeden Tag zusammenkramen wenn ich etwas machen will.

00:39:49: plus ich kann vielleicht am Vortag auch die Dinge schon buchen und weiß wo ich sie finde.

00:39:54: Genau das verfolgen wir eigentlich auch.

00:39:56: Wir verbieten unterschiedliche Arten von Mobilität an, man kann auch seine Pakete dort hinliefern lassen.

00:40:02: so soll es mal sein ist ein bisschen holprig die Umsetzung aber wir bleiben am Ball und ich hoffe dass gelingt uns auch!

00:40:08: Wir kommen jetzt aber schon zum Abschluss unseres Gesprächs und dann werfen wir gerne mit unseren Gästen auch nochmal so einen Blick in die Zukunft.

00:40:17: wie sehe denn unsere Stadt aus wenn ihre Visionen alle umgesetzt werden würden?

00:40:23: Ich muss gerade ein bisschen schmunzeln.

00:40:24: Es ist jetzt kein Schlag gegen Ingenieure, aber ich hatte in meinem Haus unten ... da ist so eine Gewerbefläche der Warmer zwei Ingeniüre.

00:40:32: die haben jetzt so toll aufgetriegel gewonnen dass sie ein größeres Büro bezogen haben.

00:40:37: und er hat mich gefragt, er hätte ja mein Buch gelesen und verstünde das auch, dass es dann weniger Autos sind.

00:40:43: Aber was ist denn dann?

00:40:44: Und ich hab gesagt, ich versteh deine Frage gar nicht.

00:40:47: Dann meinte er ja, es ist doch nicht schön um Himmels Willen.

00:40:49: Ich lass das jetzt nicht so wie's ist und nehm nur die Autos raus.

00:40:53: Da kommt Urban Gardening hin, da kommen Bänke hin, ein Tauschhaus hin.

00:40:58: Da kann man sich vielleicht die Bohrmaschine leihen, die nicht jeder haben muss.

00:41:02: Das ist eine Begegnungsfläche!

00:41:03: Da können die Kinder ihre Laufräder einfach so fahren ohne an der nächsten Ecke wieder zu halten.

00:41:08: Und dann stieg er irgendwann ein und meinte, cool, da könnte man auch einen Grillplatz machen hatte ganz viel selber eigene Ideen und das ist glaube ich nicht zu unterschätzen, dass wir vererlernt haben zu träumen.

00:41:21: Also das ist ja auch teilweise sogar ein Vorwurf.

00:41:24: wenn jemand sagt Katja du bist eine Träumerin dann ist es meistens nicht mehr positiv konnotiert dabei hat sich die Welt ja nie mit Fleckma verändert sondern eher durch Menschen die große Visionen hatten wie zum Beispiel das Frauenwahlrecht.

00:41:37: Da müssen wir richtig daran arbeiten, dass wir Bilder schaffen.

00:41:42: Dass wir ein Gespür davon bekommen.

00:41:44: wie kann es sein?

00:41:45: und für mich ist die Stadt der Zukunft nukleos von Demokratie weil sich unterschiedlichste Menschen wieder begegnen.

00:41:52: früher als meine Eltern noch jung waren hat man gesagt Die Straße erzieht die Kinder Weil sie halt auch selber sich bewegen konnten Und einfach auch Menschen mal kennengelernt haben außerhalb der Lebensrealität ihrer Eltern.

00:42:04: Und ich hab das Gefühl, wenn diese Autoflächen wieder zu Demokratie und Lebensflächen werden.

00:42:11: Dann haben wir auch nicht mehr so Angst vor dem Fremden oder der Fremde sondern wie kennen sie?

00:42:15: Wir wissen es sind tolle Menschen!

00:42:18: Vor allen Dingen die Autarkie von Kindern ist mir da sehr wichtig dass die... Ich habe halt noch Sommerferien mit Tagen ohne Erwachsene gehabt.

00:42:27: ja also ich hatte dann auch mal ein aufgeschlagenes Knie aber natürlich waren wir alleine unterwegs und haben die Sommerferien genossen.

00:42:35: Es ist, glaube ich auch in der Stadt möglich so eine Kindheit zu haben.

00:42:38: aber da müssen die Eltern einen bewussten Ort leider aussuchen.

00:42:42: Und den würde ich gerne für alle schaffen dass man da auch... Ich will einfach ganz egoistisch wenn ich alt bin auf einer Bank sitzen und die Leute beobachten um mit meinen Nachbarn schnacken und dieses Stadtgefühl einfach haben das ich dazu gehöre.

00:42:56: Ja das ist ne schöne Vision.

00:42:58: Ich hatte es vorhin schon gesagt, dass jetzt meine letzte Frage.

00:43:01: Sie machen ja viele tolle Sachen.

00:43:02: Sie haben den Podcast die Drives Mobility der alle zwei Wochen erscheint.

00:43:06: Alle Achtung!

00:43:08: Dann haben sie Bücher geschrieben.

00:43:09: sind aktiv in Projekten.

00:43:11: was ist denn ihr nächstes Projekt?

00:43:12: Haben sie schon eins?

00:43:13: Ja ich will jetzt gar nicht negativ enden aber meiner Arbeit wird auch auf das Care-Arbeit gesehen, den man nicht bezahlen muss.

00:43:20: Das macht die Katja doch eh und das stimmt weil ich intrinsisch motiviert bin.

00:43:23: aber auch ich muss meine Wiete in einem Spitze zahlen Und da bin ich jetzt nach einigen Jahren der Selbstständigkeit einfach selber dabei anzuerkennen.

00:43:31: Ich muss Produkte generieren, aber dann möchte ich etwas machen was mir Spaß macht und zwar brauchen wir glaube nicht mehr das tausendste Video wo jemand durch Paris fährt und sagt oh wie schön.

00:43:40: Sondern wir sollten mal auf die Spur gehen.

00:43:42: Was für Leute sind das?

00:43:43: Wie haben sie es gemacht, was waren auch vielleicht deren Fuckups, wie man so schön immer sagt, was hat der nicht funktioniert?

00:43:49: und ich habe gerade den ersten Prototyp von Learn and Travel in der Schweiz gemacht mit einer Delegation von siebzehn Leuten aus super unterschiedlichen Hintergründen.

00:43:58: Das waren teilweise Studierende der Verkehrsplanung, das war ein Menschen aus der Politik, das waren Menschen von Universitäten, die zu dem Ding auch forschen.

00:44:07: Und da haben wir uns von der Schulwegsicherheit in der Schweiz, weil dort ist es Basis das Kinder selber zur Schule kommen sollen bis zum autonomen Fahren im ländlichen Raum vom Postauto.

00:44:18: Haben wir ganz viele Leute besucht und haben uns konkret auch angeguckt wie können eigentlich Ampelscheitungen dafür Sorge tragen dass der Bus immer vorwärts bekommt?

00:44:25: Und das waren zwei sehr intensive Tage, aber ich wünsche mir dass da erstens eine Gruppe entsteht die sich selber auch hilft durch schwere Zeiten.

00:44:33: Die Veränderung immer auch bedeutet.

00:44:34: Ich habe jetzt schon die ersten Webinare auch terminiert wo wir bestimmte Dinge auch noch mal vertiefen werden.

00:44:40: und dann möchte ich und da bewerbe ich mich gerade um Förderungen Das in Deutschland machen zu bestimmten Bundesländern die ich sehr vorbildlich finde aber auch in Europa dass wir einfach die Dinge uns mal angucken und die Leute uns auch sagen, ja es war echt verdammt schwer.

00:44:54: Aber guckt's euch an!

00:44:55: Es hat sich belohnt.

00:44:56: So hat das geklappt.

00:44:57: okay super interessant schön Ja, herzlichen Dank für das spannende Gespräch und Ihre tolle Arbeit Frau Diehl.

00:45:04: Ich

00:45:04: danke für die Einladung!

00:45:06: Ich

00:45:06: bedanke mich bei unseren Zuhörenden recht herzlich fürs Einschalten.

00:45:09: Unser Podcast Hallo Hamburg statt Neubauern erscheint alle vier Wochen.

00:45:13: Wenn Sie sich für die Projekte der Eber-Hamburg interessieren, folgen sie uns gerne auf Social Media oder werfen einen Blick auf unsere Internetseite www.eber-hamburg.de.

00:45:23: Mein Name ist Sabine Debourg und ich sage auf Wiedersehen bis zum nächsten Mal.

00:45:28: In Hamburg sagt man Tschüss.

00:45:31: Ja, genau!