Hallo Hamburg! Stadt neu bauen - der Podcast

Transkript

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00:00:00: Ein guter und sicherer Ort für mich ist ein Ort, an dem ich kommunizieren kann.

00:00:04: An dem ich einen Austausch stattfinden lassen kann.

00:00:07: Andem ich mich auch mal an die Seite setzen kann und Treiben zugucken kann wenn ich das möchte der die Möglichkeit des Rückzugs und auch der Teilnahme hat also so viel Nähe wie möglich und so viele Distanz wie nötig.

00:00:19: Das ist eigentlich das womit man rein theoretisch ein gutes sicheres Gefühl empfinden

00:00:25: kann.

00:00:32: Hallo und willkommen zu einer weiteren spannenden Folge unseres Podcasts Hallo Hamburg Stadt Neubau.

00:00:37: Mein Name ist Sabine Debourg.

00:00:40: In unserem Podcast sprechen wir mit verschiedenen Persönlichkeiten über die Zukunft der Stadt, Überwohnen Nachbarschaft Diversität Und den großen Herausforderungen unserer Zeit.

00:00:49: Stellen Sie sich vor sie gehen abends durch ein neu gebautes Quartier.

00:00:54: Die Wege sind breit, die Gebäude modern Alles wird gut geplant und trotzdem gehen sie ein Stück schneller.

00:01:00: Vielleicht ist es das Licht, vielleicht die fehlenden Menschen.

00:01:03: Vielleicht einfach ein Gefühl, dass sich nicht ganz erklären lässt.

00:01:06: Genau diese Momente sagen oft mehr über eine Stadt aus als jede Statistik.

00:01:11: Was entscheidet darüber ob wir uns in einer Stadt bzw.

00:01:14: einem Quartier sicher fühlen oder eben nicht?

00:01:17: Und wie können wir Städte so planen, dass ich Menschen vor allem auch Frauen selbstverständlich und gerne bewegen zu jeder Tageszeit?

00:01:26: Darüber spreche ich heute mit einer Expertin auf diesem Gebiet Dr.

00:01:30: Anke Schröder, Gründerin und Vorsitzende im Kompetenzzentrum Urbanesicherheit im LKA Niedersachsen.

00:01:38: Sie leitet dort seit Jahrzehnteinzwanzig die kriminellogische Forschung im Dezernat Forschung Prävention & Jugend und beschäftigt sich intensiv mit urbaner Sicherheit und städtebaulicher Kriminalprävention.

00:01:51: Herzlich willkommen Frau Dr.

00:01:53: Schröda!

00:01:54: Ja guten Tag Frau Debur.

00:01:56: vielen Dank für diese Einladung.

00:01:57: ich freue mich sehr hier zu sein.

00:01:58: Frau Schröder, wenn Sie privat durch eine Stadt gehen können sie überhaupt noch einfach so unterwegs sein oder analysieren Sie automatisch Räume im Hinblick auf Sicherheit.

00:02:08: Ja das ist eine wirklich gute Startfrage.

00:02:11: vielen Dank dafür!

00:02:12: Vorab ist es mir erst mal sehr wichtig zu erwähnen dass ich den öffentlichen Raum nicht unbedingt als unsicher empfinde.

00:02:19: also ich gehe nicht mit einem ängstlichen Blick durch die Stadt Denn der öffentliche Raum ist ein Ort für mich, der Kommunikation des Informationsaustauschs und auch der Kultur.

00:02:29: Und das schätze ich sehr!

00:02:30: So schaue ich mir die Stadt an, ob sie eher geeignet ist um diesen Austausch zu gewährleisten und um Treffpunkte wahrzumachen.

00:02:39: Ich denke im öffentlichen Raum haben wir die Chance über den Tellerrand zu gucken und auch andere Lebenswelten wahrzunehmen.

00:02:46: Also insofern gehe durchaus mit anderen Augen durch die Städte.

00:02:52: Und Sie haben auch Recht, ich erkenne einerseits Potenzialer aber natürlich erkennere ich auch Hinweisezeichen und Signale der Nicht-Wertschätzung des öffentlichen Raums also Zeichen der Missachtung und auch unachtsame Planungen.

00:03:07: da kann ich mich gar nicht irgendwie wehren.

00:03:09: insofern gehe ich schon immer mit diesem Blick durch die städte.

00:03:13: Bitte beschreiben Sie uns doch gerne zum Einstieg, Ihr Aufgabengebiet und wie sie persönlich dazu gekommen sind sich für diese Aufgabe zu interessieren bzw.

00:03:22: auch ihr beruflichen Schwerpunkt zu legen?

00:03:25: Ja sehr gerne!

00:03:26: Also ich bin promovierte Architektursoziologin.

00:03:29: das heißt schon während meines Studiums habe ich mich immer mit der Frage beschäftigt für wen in der öffentliche Raum ist und an wen gedacht wurde und ob differenzierte Lebenswelten betrachtet wurden.

00:03:42: Und ich habe da schon festgestellt, dass die Leitbilder unserer gebauten Städte ja leider auch ein Erbe des Zweiten Weltkriegs im Nachgang sehr stark auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtet sind.

00:03:56: Auf Kommerz und Konsum.

00:03:58: so ist es zumindest in den Innenstadtbereichen.

00:04:02: Ich habe mich immer gefragt, auch während meines Studiums.

00:04:06: Wie können Städte organisiert sein um den Alltag in kürzester Zeit zu bewältigen und wie man sich sicher im öffentlichen Raum begegnen kann?

00:04:16: Also ich komme sozusagen aus der feministischen und Genderplanning-Debatte ist klar geworden, dass steht in der Vergangenheit eben wenig auf die Bedarfe von Frauen und natürlich auch anderen Nutzungsgruppen, sag ich mal differenziert ausgerichtet war.

00:04:35: Und in dem Zusammenhang spielt Sicherheit eine ganz große Rolle, und zwar als Impuls für mehr Lebensqualität.

00:04:41: Auch das will ich nochmal betonen nicht mit einem ängstlichen möglicherweise opferbezogenen Blick durch die Stadt zu gehen und zu schauen sondern zu gucken wie können Städte gebaut werden dass eben diese Bedarfe berücksichtigt werden Das Prinzip der Caring Cities.

00:04:58: Sie haben ja gerade das Thema schon angesprochen, Sicherheit im öffentlichen Raum?

00:05:02: Genau!

00:05:03: Wie sieht denn so ein typischer Angstraum in einer Stadt aus?

00:05:07: Können sie den mal konkret beschreiben?

00:05:10: Ein typischer Angstraum existiert eigentlich

00:05:13: Form

00:05:14: nicht, denn es ist ja eine individuelle Empfindung.

00:05:18: Das Sicherheitsempfinden ist ja unterschiedlich.

00:05:21: Sicherlich stimmt ein Großteil der hier Zuhörenden mit mir da überein das dunkle Unterführungen und vernachlässigte Nicht nur schmutzige sondern auch Orte mit ungeflickten Materialien und Dunkelheit vollgekotet möglicherweise durch Leerstand geprägt einen unsicheren Eindruck erwecken.

00:05:40: Dazu muss nicht mal Kriminalität stattfinden.

00:05:44: Aber ein grundsätzlicher Angstraum ist nicht für jede Person gleich, man muss statistisch davon ausgehen dass der gefährlichste Ort für Frauen beispielsweise das eigene Zuhause ist und nicht unbedingt der öffentliche Raum.

00:05:57: Und wenn man das weiß, statistisch gesehen dann könnte man eben auch sagen eigentlich müssten sich Männer im öffentlichen Raum sehr viel unsicherer fühlen weil sie statistisch gesehn häufiger Opfer werden von Kriminalität als Frauen.

00:06:11: Ja statistisch Gesehen.

00:06:13: Genau.

00:06:13: Aber subjektiv haben Sie ja gesagt dass es anders ist?

00:06:16: Das

00:06:16: stimmt.

00:06:17: Warum unterscheidet sich denn die gefühlte Sicherheit und die tatsächliche Kriminalitet oft so stark?

00:06:22: was sind da die Gründe.

00:06:24: Das sind zwei unterschiedliche Themen, ehrlich gesagt.

00:06:27: Die Kriminalität ist nur ein Bestandteil von Unsicherheit.

00:06:31: Unsicherkeit wird eben gebildet.

00:06:34: in der Kriminologie sagen wir eben häufig es gibt drei Ebenen der Kriminalitätsfurcht.

00:06:39: das ist einmal tatsächlich die Emotion, die Furcht vor etwas die affektive kriminalitäzfurchte.

00:06:45: dann ist es die kognitive kriminalität furcht die das Risiko einschätzt Opfer von Gewalt zu werden.

00:06:53: Und im Nachgang ist es dann die konative Kriminalitätsfurcht, die eben zu Vermeidungsverhalten führt.

00:06:59: Gibt es denn aber nicht irgendwie objektive Kriterien, die wirklich Angsträume definieren?

00:07:05: Also messbare Kriterie wie fehlendes Licht, fehlende Menschen ... Das ist ja nicht kognitiv.

00:07:12: Das sind ja objektive Faktoren, die einen Raum prägen, in dem ich mich eigentlich nicht so gerne durchbewege?

00:07:19: Ja selbstverständlich auf der baulich räumlichen Perspektive können wir natürlich sagen dass Orte, die eben nicht gut gepflegt sind, die in Dunkelheit sind und keine soziale Kontrolle haben.

00:07:31: Die unbelebt sind einerseits oder andererseits Orte von bestimmten Gruppen dominiert werden zu Angsträumen führen.

00:07:40: Da können wir auch noch mal unterscheiden zwischen baulichräumlich und sozialräumlich.

00:07:44: Das sind zwei sehr unterschiedliche Aspekte, die das Sicherheitsempfinden beeinflussen.

00:07:49: Ein wichtiger Aspekt ist auch noch ob ich schon mal Opfer von Gewalt geworden bin?

00:07:53: Auch dann habe ich größere Furcht!

00:07:55: Ob ich alleine unterwegs bin?

00:07:57: Ob ich zum Beispiel meine, also meine eigene Resilienzeinschätze und weiß Ich bin schnell unterwegs oder ich kann doch gut hören oder ich Kann eben schnell auf Dinge reagieren.

00:08:07: wenn dass eingeschränkt ist, habe ich auch noch mal ein höheres Unsicherheitsempfinden.

00:08:13: Und selbstverständlich haben Frauen und ältere Menschen – das ist sozusagen das was man ja auch weiß – ein höhes Unsicherheitsempfinden weil das etwas ist, was uns auch vermittelt wird also gesellschaftlich über Generationen hinaus vermittellt wird zu sagen pass auf im öffentlichen Raum guck immer was dir passiert ruf jemandem an auf deinem nach Hause Weg usw.

00:08:35: Das stimmt allerdings, das stimmt wirklich.

00:08:38: Sie sprechen von diesen kognitiven Furcht?

00:08:42: Welche Formate oder gibt es Formate um diese Art von Furchte und Angst im öffentlichen Raum auch zu begegnen?

00:08:51: also wie funktionieren zum Beispiel Formate wie?

00:08:55: ich glaube dass kommt sogar aus ihrem Bereich walk around your hood?

00:08:59: Ja, das stimmt.

00:09:00: Haben Sie erfunden wahrscheinlich?

00:09:03: Das haben wir erfunden!

00:09:05: Also das Walkaround Your Hood ist von uns entwickelt worden um mit Expertinnen und Experten die für Sicherheit zuständig sind.

00:09:12: also da geht es nicht nur um Polizei sondern da geht's um Planung, die Wohnungswirtschaft Da geht es um all diejenigen, die öffentlichen Raum machen und leben.

00:09:22: Und um die Hemmschwelle abzubauen und miteinander ins Gespräch zu kommen haben wir Walk Around Your Hood entwickelt.

00:09:30: dort versetzen wir die Menschen in eine Rolle und sagen sie kommt zwar jetzt einerseits als Expertin der Polizei oder des Wohnungsunternehmens aber andererseits wünschten wir sie nehmen jetzt wenn wir durch die Gegend gehen die Rolle einer älteren Frau ein und dann schauen wir mal, ob die Ampelphase ausreicht damit sie die Straße überqueren können.

00:09:51: Oder Sie sind ein kleiner Junge neu im Quartier und suchen die Hausnummer um Ihren Freund abzuholen, um draußen zu spielen oder Sie sind eine junge Frau.

00:10:00: kommen abends Vom Sport, aus der Diskothek wie auch immer können sie ihr Fahrrad dort abstellen.

00:10:06: Wo Sie dann beleuchtet und gut einsehbar das Fahrrad abstellen und zu Ihrer Hauseingangstür

00:10:11: gehen.".

00:10:12: Das ist sozusagen Walkaround Your Hood!

00:10:14: Und dort haben wir die Kriterien über die Sie ja eben auch schon sprachen.

00:10:18: Fragen wir eben die Menschen in diesem Szenario nach ihrer Empfindung?

00:10:23: Und Sie sollen beurteilen ob eben Alltagssituationen für Sie einfach zu bewältigen sind.

00:10:30: Damit schaffen Sie es, die Hemmschwelle abzubauen zwischen Planung und Polizei beispielsweise.

00:10:36: Eine Polizistin weiß nichts von Planung, das ist nicht Ihr Hauptgeschäft.

00:10:41: Andersrum ist es ebenso.

00:10:42: aber wenn man über diese Szenarien und zugesprochenen Rollen kommt dann kann man sich auf Augenhöhe über die wirkliche Nutzung des öffentlichen Raums unterhalten.

00:10:54: Sie haben gesagt sie haben dieses Format entwickelt unter anderem auch um das Verständnis, das gegenseitige Verständniss von Räumen aus verschiedenen Rollen heraus besser deutlich zu machen.

00:11:06: Also wir sind ja Quartiersentwickler die E-Barrenburg, wir haben große Quartiere, die wir planen und wir setzen natürlich auch die Polizei ein.

00:11:15: Die nimmt auch Teil an der Planung aber überwiegend bei Themen zum Verkehr, also wie organisiert man den Verkehr?

00:11:21: Wie funktioniert Sicherheit im öffentlichen Raum immer unter dieser Brille.

00:11:27: Wie an welcher Stelle der Planung würden denn solche Aspekte einfließen die Sie gerade genannt haben?

00:11:34: Genau in der Vergangenheit war es so dass meine Kolleginnen und Kollegen in erster Linie was zur Verkehrssicherheit sagen konnten.

00:11:41: aber wir wissen, dass Sicherheitsaspekte bereits in der Funktions- und Lageplanung beispielsweise einfließen können.

00:11:48: Weil dort werden die Grundlagen geschaffen um sichere Quartiere zu entwickeln sodass wir auch schon sagen auf Masterplan Ebene können wir uns den Luxus gönnen einmal aus Sicherheitsperspektive auf diese Planungsgrundlage zu schauen sowie sie dort auch beispielsweise Naturschutzbedingungen festlegen.

00:12:11: Uns ist es in der Vergangenheit eben gelungen, auf dieser Ebene Orte die potenzielle Risiken für die späteren Nutzung aufzeigen.

00:12:21: Einfach bekannt zu geben um zu sagen Dieser Ort braucht aus unserer Sicherheitsbrille Aus der kriminalpräventiven Sicht nochmal ein bisschen mehr Aufmerksamkeit.

00:12:32: Schauen Sie doch mal Denn hier kann eine Sackkassen Situation entstehen.

00:12:35: Wie ist die Entfluchtung?

00:12:37: Wie kann man sich zum Beispiel bei einer langen Schlucht vorstellen, dass man da an über Nacht lang geht?

00:12:43: Oder gibt es alternative Wegeführungen zu Park-Situationen die vielleicht nicht ganz den Helligkeitsbedingung entsprechen, die sich Menschen wünschen.

00:12:53: Dann schauen wir nach alternativen Wegeführungen und so denke ich der erste Weg dafür Wir bilden unsere Kolleginnen und Kollegen in der Kriminalprävention dazu weiter.

00:13:05: Und wir haben auch einen Ratgeber zur Formulierung von Stellungnahmen auf Ebene... der Bauleitplanung entwickelt, denn das ist die einzige formale Möglichkeit für Polizei in Planungsprozessen eine Stellungnahme abzugeben als Träger öffentlicher Belangen.

00:13:23: Genau so sind Sie auch eingebunden bislang immer mit dieser Brille.

00:13:27: wie organisiere ich den Autoverkehr?

00:13:29: aber jetzt haben sie gesagt sie schulen ja die gleichen Menschen auch um diese Thematik weiter zu denken also nicht nur auf die Straßen zu gucken sondern auch Wegebeziehungen Auf die Grünernlagen, auf die Unterführung.

00:13:42: Wir haben zum Beispiel in Oberbillwerder auch Fußgängerunterführungen wie sie sind und man muss da durch um auf die andere Seite zu gelangen.

00:13:52: Die kann man nicht unendlich breit planen weil das ist immer eine Frage der Kosten wirft.

00:13:57: also geht es darum wo komme ich über Umwegen vielleicht auch nachts zu meinem Ziel?

00:14:03: so stelle ich mir das vor

00:14:05: genau Da geht es eben um Information, da geht's um gutes Wegleitsystem.

00:14:10: Da geht das gar nicht immer zwingend um technische Überwachungsmaßnahmen denn wer schaut sich dann die Bilder auch über Nacht in die ganze Zeit an und kann auch eine Interventionsleistung irgendwie leisten, die man ja verspricht mit einer technischen Überwachung sondern da sagen wir, da kommt es eben auf ne gute Planung an, auf ein gutes Design, auf ne Gute Information.

00:14:33: wo lande ich denn auf der anderen Seite?

00:14:36: Also dass wir alle nicht gerne in Unterführung nutzen, sondern immer eher oben drüber gehen.

00:14:41: Das gehört zum Beispiel zu dem Vermeidungsverhalten was wir auch kennen das machen Menschen so aber durch Lichtsysteme oder durch Kunstobjekte oder aber eben das sagen wir häufig durch gute Informationen gerade wenn man sich nicht auskennt in dem Gebiet.

00:14:58: ja wo gehe ich denn?

00:14:59: Wo landet den auf der anderen Seite wenn ich hinten hoch komme?

00:15:01: ist das wirklich mein Ziel dass ich verfolge?

00:15:04: Ja, das ist interessant was Sie sagen.

00:15:06: Weil diese Kameras die man aufhängen würde, die führen nicht automatisch zur Interaktion.

00:15:10: Man wird nicht automatische beschützt und kommt dann besser durch sondern es besteht die Hoffnung dass auf der anderen Seite jemand sitzt und sieht was passiert ne?

00:15:19: Und auch schnell

00:15:20: kommt!

00:15:21: Also da hatte ich eine Podcast-Gast Da haben wir über KI gesprochen.

00:15:25: Die haben zum Beispiel auch erzählt, dass sie in solchen Situationen auch so kleine KI gesteuerte Nicht Menschen, Begleitpersonen haben die sie unter anderem dann auch ein Stück nach Hause begleiten.

00:15:37: Das fand ich irgendwie ganz lustig wie KI jetzt schon eingesetzt wird also nicht Daten sammeln sondern auch aktiv zum Schutz von älteren Menschen wenn Sie irgendwo hin müssen oder das nicht alleine schaffen.

00:15:49: aber ich habe noch einen Thema Auch noch mit einem Gast gesprochen.

00:15:54: Katja Diel heißt sie, die hat zum Beispiel das Thema parkende Autos am Straßenrand thematisiert und zwar geht es darum dass hier in bestimmten wohlhabenderen Vierteln in Hamburg ja auf diese Wohnmobile hier am Straßenrante stehen Einfach auch Sicht und damit die Sicherheit stark beeinflussen.

00:16:15: Wie gehen Sie denn da mit?

00:16:16: Was ist Ihre Meinung dazu?

00:16:18: Wir hoffen ja, wir nennen das immer die Terziaprävention.

00:16:22: Da stehen Autos viele Autos, die da parken.

00:16:25: Das ist eine Situation.

00:16:27: Die ist sowieso schon schlecht Und mit der müssen wir irgendwie umgehen.

00:16:31: Wir hofften natürlich sehr viel stärker darauf dass man sich überlegen muss wie man mit dem runden Verkehr umgeht Und hier würde man sich natürlich wünschen, dass man sich im Planungsplatz kennt sie viel besser als ich.

00:16:43: Dass man sich nicht permanent über Stellplatzanzahl unterhält sondern eher darüber wie man eben Aufenthaltsräume für Menschen schaffen kann.

00:16:50: also Wieso ist es eigentlich so, dass das Auto immer Vorrang hat?

00:16:54: Wieso haben Insekten vor dem Bedürfnis, dass Menschen sicher und gut sich in der Stadt führen.

00:17:02: Die Lobby auf dieser Seite ist viel größer.

00:17:05: Da haben sie Umweltverträglichkeitsprüfung oder bedarfsgerechte Prüfungen einer Planung.

00:17:13: Das gehört zur guten Planung dazu.

00:17:15: Ja, das stimmt!

00:17:18: Ich würde auch niemals sagen, dass man Planungsfehler macht.

00:17:20: Aber man schenkt dem eben nicht mal nochmal diese Aufmerksamkeit diesen kurzen Moment darüber nachzudenken.

00:17:28: ist es wirklich richtig das wir uns jetzt hier über Stellplätze dort und dort unterhalten müssen?

00:17:33: oder wie kann es überhaupt zu der Situation kommen?

00:17:37: Dass viele Wohnmobile am Straßenrand stehen können?

00:17:41: Und da stimme ich Frau Diel zu Das ist ganz bestimmt ein Unsicherheits

00:17:46: Faktor,

00:17:47: denn Sie wissen nie was dahinter passiert oder ob sie in einen Wagen eingezogen werden können.

00:17:52: Das kennen wir aus Tatorten, aus Krimis und so

00:17:55: weiter.

00:17:55: Da habe ich noch nie gedacht aber jetzt wurde es gesagt.

00:17:58: Ja, ich vermute dass das dahinter steckt.

00:18:00: Aber da sollten wir vielleicht auch auf Ebene der Gesetzgebung oder der Planungsebene wirklich darüber nachdenken.

00:18:08: ist, dass noch Zeichen der Zeit, dass wir uns permanent über die Autos definieren eine Stadtplanung, die den Menschen in dem Mittelpunkt stellt.

00:18:20: Also ein Human-Center-Design-Sinkingansatz – so nennen wir das in der Kriminologie unseren Forschungsprojekten, dass wir sagen, die wahren Probleme liegen nicht in der Frage wie kann man Campingmobile umstellen?

00:18:33: Sondern Wie kann man eine Stadt so planen, dass sie eben für den Menschen oder auf die unterschiedlichen Bedarfe von Menschen orientiert ist?

00:18:40: Das kommt aus meiner Sicht zu kurz!

00:18:43: Ja, da haben Sie recht.

00:18:44: Also das nehme ich auch wahr wir wägen ja Belange immer ab und da stehen ganz viel Umweltbelange, ganz viele

00:18:52: Tiere

00:18:52: und was weiß ich nicht für Themen die beachtet und abgewogen werden.

00:18:57: aber das Thema was wir hier gerade besprechen Das ist im Moment zumindest noch nicht so präsent.

00:19:02: Das kann sich ja noch verändern, vielleicht auch dank ihrer Arbeit und ihrer Unterstützung bei diesem Themen.

00:19:07: Aber das ist völlig richtig, was Sie sagen!

00:19:10: Wir haben jetzt ganz viel über das Thema Polizei-Organisation des Autoverkehrs und dem ruhenen Verkehr gesprochen.

00:19:17: Kommen wir mal auf das Grüne in unserer Stadt und das Grün in unseren Parkanlagen.

00:19:23: Das hat ja auch einen großen Wert – es ist ja auch unheimlich wichtig.

00:19:26: Und wie als Über Hamburg geben uns immer sehr viele Mühe, immer sehr hochwertige Grünanlagen zu planen, die für alle Menschen eine gute Qualität und Aufenthaltsqualität auch bieten.

00:19:38: Wo sie sich bewegen ausruhen können sich begegnen dritte Orte planen usw.

00:19:44: Also wir denken das in unserer Planung sehr aktiv mit von Anfang an.

00:19:48: und dann kommt es da zu, dass wir irgendwann Grünanlagen ja an die verantwortlichen Bezirke übergeben und diese sind dann zuständig für Entstandssetzungen und Pflege.

00:19:59: Und die Budgets für die Pflege- und Entstandsetzung pro Quadratmeter sind sehr geringen und deswegen kommt es auch manchmal dazu das Grün Anlagen nicht entsprechend gepflegt werden können weil die Budges nicht ausreichen.

00:20:12: Wie trägt dieser Umstand zu ihrem Thema bei?

00:20:16: oder was löst es aus, wenn wir durch Parks gehen die einfach zugewuchert sind wo man keine Blickbeziehungen mehr hat.

00:20:23: Wo man

00:20:25: hinter Büschen hergehen muss weil die zugewucher sind?

00:20:28: Was ist Ihre Haltung zu diesem Thema?

00:20:31: also Parksgrünanlagen haben natürlich in Zeiten des Klimawandels eine sehr, sehr große Bedeutung.

00:20:37: Schattenwurf-Grünanlage sorgen für besseres Klima, sorgen für bessere Luft und für Kühle.

00:20:44: Deshalb ist dieses Thema wahnsinnig relevant und es gibt aber aus meiner Sicht nicht zwingend ein Zielkonflikt mit dem Thema Sicherheit.

00:20:52: Es gibt keinen?

00:20:53: Nein, es gibt kein Zwingendein würde ich sagen denn wir müssen darüber nachdenken ob man zum Beispiel nachts wenn die Parks dunkel sein müssen sie müssen ja nicht immer ausgeleuchtet sein.

00:21:03: Ich sprach da vorhin schon mal drüber diese alternativen Wegebeziehungen.

00:21:07: Die müssen existent sein.

00:21:09: also ich darf nicht nur durch eine dunkle Parkanlage gehen müssen.

00:21:13: Ich kann auch einen anderen Weg wählen, wenn ich das will und mich unsicher fühle.

00:21:18: Aber selbstverständlich haben Sie recht das Pflege von Grünanlagen und undurchsichtige Wucherung von Pflanzen die eben auch viel Müll fangen weil der Wind ist dahinwegt oder die Möwen oder die Tauben oder wer auch immer die Krähen diesen Müll verteilen da ist es natürlich wichtig dass man es in irgendeiner Form pflegt.

00:21:42: Wir schauen immer bei den Schutzdimensionen aus Sicherheitsperspektiven auf drei Dimensionen.

00:21:47: Das eine ist die architektonische und technische Ausgestaltung oder auch die Gestaltung von Parks, und Anlagen.

00:21:53: das zweite ist das Management sind eben die Kosten, die dann letztendlich drüber übrig bleiben und das dritte aber auch die Nutzungsverantwortung.

00:22:01: also wir wollen immer mehr dahin kommen den Menschen auch zu sagen dass der öffentliche Raum einen Wert hat Und dass man den öffentlichen Raum, das ist unser Wohnzimmer draußen.

00:22:10: Das darf man nicht vergessen und manchmal verhalten sich Menschen eben im öffentlichen raum nicht adäquat.

00:22:17: also es geht mir nicht um bürgerliches Bürgersteig fegen, sondern es geht mir eher darum tatsächlich den Raum als Seuchen auch zu schätzen und ihn wahrzunehmen.

00:22:26: Und ich glaube da müssen wir auch wieder ein bisschen mehr hin die Menschen mit in die Verantwortung zu nehmen ihren öffentlichen Raum als ihrem Wohnzimmer zu verstehen.

00:22:37: Wenn Sie das tun dann werden sie ihn auch pfleglich behandeln und wenn er gut gestaltet ist und wenn eine gute Orientierung hat und eine gute Wegeführung eben dahinter nicht nur die negative Besetzung von Sicherheit ist.

00:22:52: Ja, sondern eben auch ein Stadtpark der braucht kein undurchsichtiges Grün auf dem Boden.

00:22:58: ehrlich gesagt also das ist nicht nötig.

00:23:00: ich weiß gar nicht warum man das macht.

00:23:02: was hat das für eine Qualität so dass man eben darüber nachdenken kann dass man es auch im Sinne von sicherheitsstärkenden Aspekten anlegen kann Dass man eine Parksituation hat, die Schattenwurfahrt, die eine gute Qualität bringt und die eben den Menschen auch einen kühlenden Aspekt sozusagen für diese Marmonate.

00:23:23: Und das wird immer mehr werden.

00:23:25: Wir reden auch immer gerne über Best Practice Beispiele Durch Deutschland und Europa mit unseren Gästen.

00:23:33: Ich hatte mit Eva Keil mal darüber gesprochen, die hat so ein paar Parks in Wien beschrieben, die genau mit dieser Brille gepflegt wurden sind.

00:23:42: Ja

00:23:43: hervorragend!

00:23:43: Also das gab es jetzt kein Gebüsch am Boden sondern es gab immer Sichtbeziehungen zu angrenzenden Räumen.

00:23:51: Das hatte sie beschrieben.

00:23:52: Ja, die Wiener das wäre auch mein Beispiel gewesen für eine wirklich gute durchdachte nachhaltige und ganzheitliche Planung.

00:24:00: Auch im Sinne von Sicherheitsaspekten da ist Wien natürlich ein hervorragendes Beispiel.

00:24:05: ich weiß dass die wiener Außenräume Parkanlagen und Spielplätze eben unter den unterschiedlichen Nutzungsbedingungen betrachten und deswegen auch immer das Thema Sicherheit da eine Rolle spielen.

00:24:17: Thema Beleuchtung in Parks.

00:24:19: Also ich habe jetzt rausgehört, sie sprechen sich nicht unbedingt für eine Beleuchzung der Parks aus sondern plädieren dafür dass man dieses Thema mit guten alternativen Wegen löst.

00:24:33: also Ich muss nicht abends durch einen gut beleuchteten Park Sondern da herrscht Ruhe und Dunkelheit Und ich gehe stattdessen auf Umwegen nach Hause.

00:24:42: Ja muss uns immer umwege sein ist ja auch die Frage.

00:24:45: Es gibt immer nicht die eine Lösung für ein Problem.

00:24:48: Also Sicherheit hat sehr viele Aspekte, sie können einen... Park auch schön ausleuchten und trotzdem fühlen sich Menschen unsicher, weil keine soziale Kontrolle da ist.

00:24:58: Weil vielleicht eine Überwucherung da ist, weil die Orientierung nicht stimmt oder die Zielführung nicht ausgeschildert ist.

00:25:04: also insofern ist die Antwort auf die Frage ich fühle mich unsicher nicht nur Beleuchtung sondern sie ist eben vielfältiger und eine Alternative ist den Grünenraum-Grünrahmen zu lassen und alternativen Wegeführungen zu geben oder wenn ich durch einen Park gehe dann eben auch Hauptwegelinien zu haben, die besser beleuchtet sind.

00:25:24: Das muss ja nicht von oben sein, sondern kann ja auch von unten sein.

00:25:27: und wie immer aber dass man eine Hauptverbindung hat.

00:25:31: Und da ist es nicht garantiert das ihnen auf dem Weg nichts passiert weil sie werden hier gesehen.

00:25:36: also insofern ist die Lösung ja nicht nur jemanden sozusagen auszuleuchten Ja?

00:25:43: Dann sieht man ja dass sie da lang gehen.

00:25:45: Insofern ist die Antwort auf mehr Sicherheit nicht ausschließlich Beleuchtung.

00:25:51: Wir haben viel über Räume gesprochen, wie sie geplant und erlebt werden.

00:25:56: Gleichzeitig werden unsere Städte zunehmend auch Datenbasiert gedacht.

00:26:01: Welche Rolle spielen Daten heute bei der Analyse von Sicherheit?

00:26:06: Die Daten sind natürlich das A und O für uns.

00:26:09: Ich komme aus der kriminellologischen Forschung mittlerweile.

00:26:12: Wir arbeiten immer mit Daten Um zu sagen, dass eine Maßnahme wirksam umgesetzt ist und die gewünschten Ziele erreicht brauchen wir Daten.

00:26:22: Da brauchen wir auch Daten im Vorfeld, um zu zeigen es hat sich zu der Situation im Vorfield eben verbessert oder auch verschlechtert.

00:26:32: Das machen wir in der Planung grundsätzlich nicht.

00:26:35: Wir erheben nicht das Sicherheitsempfinden.

00:26:38: Wir erheben nicht durch sozialwissenschaftliche empirische Methoden, wie fühlen sich Menschen vorher?

00:26:44: Wir nehmen das wahr!

00:26:46: Wir stellen das fest – der Raum wird dann vielleicht nicht genutzt.

00:26:49: Aber wir haben hinterher selten eine Wirkungsevaluation, wo wir dann sagen können, okay, Maßnahme A führte eben zur Verbesserung B. Insofern spielen für uns Daten eine große Rolle.

00:27:01: also wenn wir in der Kriminalogie sagen, wir wollen wissen ob das Sicherheitsempfinden sich verbessert hat brauchen wir eine vorherige messbare Datenerhebung um hinterher sagen zu können die Daten haben sich verbessern.

00:27:12: Das ist selbstverständlich aus der empirischen Sozialforschung.

00:27:16: auch in der Planung hätte ich mal den Wunsch Wir versprechen Ihnen hiermit im Neubaugebiet einen wunderbaren Platz ein Park, eine Anlage und dann zeigen Sie Bilder.

00:27:26: Diese Bilder die gerenderten Bilder die setzen immer auf friedliches Zusammenleben.

00:27:32: dort gibt es niemals Störungen.

00:27:34: Paradies überall!

00:27:36: Es ist ein Paradies, manchmal werden sogar Schmetterlinge gefangen.

00:27:39: Also insofern haben Sie die Konflikte ... Das wünschte ich mir manchmal, dass man in dem Planungsprozess auch allein in der Vorgabe der Bilder, dass mal jemand mit Plastiktüten und einen Schlafsack und eine Obdachlosigkeit dazudenken kann um zu gucken, der Raum hält das aus.

00:27:57: Denn das haben wir!

00:27:58: Wir haben nicht nur glückliche Menschen, die lesende Oma neben den Fußballspielen den Jungen, zu Konflikten führen, aber das ist automatisch eine Konfliktsituation und die denken wir ja nicht mit.

00:28:10: Ne, die zeigen wir auch nicht!

00:28:12: Nein...

00:28:13: Also wir brauchen ja auch die Investoren, die dort investieren und sich eine ideale Nachbarschaft und ein ideales Quartier vorstellen.

00:28:21: Das sind ja die Bilder mit denen wir immer unterwegs sind.

00:28:24: Wir würden ja andere Bilder gar nicht erzeugen auf dem Weg der Vermarktung sozusagen.

00:28:29: Ja aber das Problem haben sie dann im Nachgang?

00:28:32: Was passiert dann wenn so zu sagen diese Situation nicht erfüllt wird?

00:28:35: dann und auch die investoren müssten doch theoretisch dann wie so eine Phase zehn in der HOU AI.

00:28:42: Also Rücklagen bilden, um zu sagen wenn der Ort diese Erwartung nicht erfüllt habe ich aber doch investive Mittel die dazu führen dass die Situation noch mal bearbeitet wird und entweder durch Management oder durch Beteiligungsverfahren aufstellen von Regeln oder miteinander in die Diskussionen gehen und aushandeln was möglich ist was der ort verträgt oder im letzten fall eben die Möglichkeit nicht erst in zehn Jahren wieder eine Nachinvestition vorzulegen, sondern möglicherweise schon vorher.

00:29:16: Wir entwickeln oder implementieren jetzt ja auch in unseren großen Quartieren ein Quartiersmanagement um Nachbarschaft zu etablieren und die ganzen Fragen der Mobilität zu klären Erdgeschosssohn-Management

00:29:27: usw.,

00:29:28: das wäre glaube ich auch ein guter Ort oder eine gute Institution, um diese Themen im Aufwachsen eines Quartieres gut zu begleiten und zu thematisieren.

00:29:37: Da haben Sie recht, ich glaube auch dass Nachbarschaften nicht automatisch passieren sondern dass man Nachbarsschaften sich entwickeln lassen muss und manchmal braucht es dazu eben einen Anschub.

00:29:48: Das stimmt das wird bestimmten Quartiersmanagement auch gut machen.

00:29:52: das kann ich mir auch sehr gut vorstellen.

00:29:54: Ich denke nur immer, dass wir den Menschen die Eigenverantwortung nicht abnehmen dürfen.

00:29:59: Also dieses Maß an Wir unterstützen.

00:30:02: aber wir haben natürlich auch nachbarschaftliche Erwartungen.

00:30:05: das hat ja jeder Mensch der im Quartier wohnt.

00:30:07: und dass man sozusagen auch eine eigene Initiative zulassen muss Das ist nicht ganz leicht.

00:30:13: Nur daran muss man einfach denken Weil man möchte ja Gutes tun und alle Menschen, die Gutes wollen, machen das auch mit einer unheimlichen Inbrunst selbstverständlich.

00:30:23: Und vielleicht geht da manchmal eben diese eigene Initiative dann auch verloren?

00:30:28: Kann sein!

00:30:29: Ich will es nur als Denkanstoß geben.

00:30:32: Ja ist ein guter Hinweis.

00:30:33: Das nehmen wir auf jeden Fall mal mit.

00:30:36: Wir haben ja über viele Themen schon gesprochen, Gestaltung Nutzung Daten und Wahrnehmungen des öffentlichen Raums.

00:30:43: Dann stellt sich für mich am Ende die große Frage wenn wir das alles bedenken mit ihrem Blickwinkel wie wollen wir unsere Städte in Zukunft dann eigentlich erleben?

00:30:53: Also ich denke Städter in Zukunft heißt mehr Klimaanpassungsmaßnahmen heißt mehr Wert legen darauf dass Menschen wieder den öffentlichen Raum nutzen Und ihn nicht ausschließlich kritisch bewerten.

00:31:06: So ist es im Moment, haben wir eine große Funktionsänderung auch der Innenstädte und da ist ne große Unsicherheit festzustellen.

00:31:14: was medial auch immer gerne aufgegriffen wird das muss man auch sagen.

00:31:17: also Es wird ja nie positiv oder eher selten positiv über gute Entwicklung gesprochen sondern immer gerne auch medial darauf hingewiesen Was für Schwierigkeiten und Kritikpunkte es gibt.

00:31:29: Ich denke natürlich, es erfordert mehr Aufmerksamkeit um die wahren Probleme anzugehen mit einem differenzierten Blick auf unterschiedliche Bedarfe keine Verallgemeinerungen vorzunehmen.

00:31:40: Mehr Toleranz zu zeigen innerhalb der Städte vor allen Dingen und mehr Gemeinsamkeiten wiederzuentwickeln.

00:31:47: Also nicht immer nur zu meinen, die Welt dreht sich um mich sondern ich drehe mich um die Welt!

00:31:52: Und ich gehe hinaus in die Welt und gebe auch Anteile von mir dorthin ohne sofort verschreckt zu werden von Dingen, die passieren.

00:32:02: Und was wäre für Sie persönlich ein guter und sicherer Ort?

00:32:06: Ein guter und sicherer Ort für mich ist ein Ort, an dem ich kommunizieren kann.

00:32:10: An dem ich einen Austausch stattfinden lassen kann.

00:32:13: Andem ich mich auch mal an die Seite setzen kann und Treiben zugucken kann wenn ich das möchte der die Möglichkeit des Rückzugs und auch der Teilnahme hat.

00:32:21: also so viel Nähe wie möglich und so viele Distanz wie nötig.

00:32:25: Das ist eigentlich das womit man rein theoretisch ein gutes sicheres Gefühl empfinden kann.

00:32:32: Ja Das ist ein schönes Schlusswort.

00:32:35: Vielen Dank, Frau Schröder für das spannende Gespräch!

00:32:38: Ich

00:32:38: danke Ihnen

00:33:01: auch!